Wie hoch ist der Anteil Mathe im Bauingenieurwesen Studium?

Der Mathe Anteil im Bauingenieurwesen Studium ist für viele zukünftige Studenten das Thema, das sie am meisten umtreibt. Dieser Beitrag zeigt daher, wie groß der Anteil der Mathematik im Studium wirklich ist und ob man diesen auch realistisch bewältigen kann.

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Mathe in vielen verschiedenen Fächern und Formen

Machen wir uns nichts vor: Natürlich spielt die Mathematik eine tragende Rolle in jedem Ingenieursstudium. Also natürlich auch im Bauingenieurwesen Studium: So findet sich die Mathematik nicht nur im eigentlichen Fach selbst sondern stattdessen auch in der Technischen Mathematik, in der Mechanik und in der Statik wieder.

Mathe LK ist kein Muss

Ein Mathe LK im Abitur ist dabei zweifellos von Vorteil für Mathematik im Studium des Bauingenieurwesens, aber gleichzeitig kein unbedingtes Muss: So wird an den meisten Hochschulen im ersten Semester des Bauingenieurwesen Studium der Abiturstoff sogar noch einmal wiederholt. Dadurch können auch Studenten den Einstieg wagen, die bisher ihre Liebe zur Mathematik vielleicht noch vernachlässigt haben. Der Abiturstoff wird allerdings in weitaus weniger Zeit als im Abitur widerholt. Dadurch ist Mathematik im Bauingenieurwesen Studium vor allem sehr viel Stoff, in sehr wenig Zeit.

Themen im Mathematik-Teil des Studiums

Themen im Mathematik Teil des Studiums sind zum Beispiel

  • Funktionen in mehreren Variablen,
  • Integralrechnung,
  • Numerisches Rechnen,
  • Differentialrechnung,
  • Fourrierreihen,
  • komplexe Zahlen und
  • Partielle Differentialgleichungen.

Technische Mathematik ist mehr Übungssache als Begabung

Die Technische Mathematik wird von frühen Semestern tendenziell sogar noch schwieriger wahrgenommen als das eigentliche Fach Mathematik, da es von Vielen schon als klassisches Ingenieurfach empfunden wird und hier bisher entsprechende Berührungspunkte in der Schulzeit gefehlt haben. Das Lernen wird dadurch am Anfang unter Umständen als etwas frustrierend wahrgenommen, da man etwas länger braucht, um die neue Materie und die dahinter stehende Denkweise zu verstehen. Der Arbeitsaufwandaufwand kann dadurch gerade am Anfang des Studiums etwas höher ausfallen. Aber im Vergleich zur „normalen“ Mathematik ist Technische Mathematik mehr Übungssache als Begabung.

Mechanik und Statik

Daneben spielt Mathematik auch in den Fächern Mechanik und Statik eine wesentliche Rolle. Obwohl auch diese Fächer – gerade für Neulinge im Studium – nicht ganz einfach sind, wird die Mathematik in diesen Fächern als weniger schwer wahrgenommen. Dafür sind diese Fächer aber natürlich Neuland und es muss – ähnlich wie bei der Technischen Mathematik – mit einem höheren Lern- und Arbeitsaufwand gerechnet werden. Diese Fächer sollte einfach regelmäßig gelernt und wiederholt sowie die zugehörigen Übungsaufgaben gemacht werden.

Mathe an Uni anspruchsvoller als an FH

An den Universitäten ist die Mathematik immer noch einmal anspruchsvoller als an den Fachhochschulen: Während die Mathe-Themen an der FH unwesentlich über den Stoff des Abiturs hinausgehen, scheinen die Themen an der Uni auf den ersten Blick weniger praxisrelevant zu sein als an der FH. Dennoch braucht man diese Themen natürlich in der nächsten Klausur: Die notwendige Frustrationstoleranz muss daher schon etwas höher angesetzt werden. Auch Technische Mathematik gilt als an der Uni umfangreicher und anspruchsvoller als an der FH.

Mathe und das „Sieben“

In einzelnen Hochschulen ist immer noch das sogenannte „Sieben“ in den ersten Semestern ein zweifelhafter Volkssport: Das heißt, gerade im ersten Semester werden die neuen Studenten mit einer gigantischen Stofffülle und einem enormen Leistungsanspruch erschlagen. Dadurch sollen die Studenten an die Grenze zur Frustration geführt und somit die guten Studenten von den schlechten getrennt werden: Die schlechten Studenten sollen somit zum Aufgeben gedrängt werden. Klar, dass die Mathematik im Studium für diese wenig ehrenhafte Verfahrensweise missbraucht wird. Auch im Bauingenieurwesen Studium wird durch das Sieben an manchen Hochschulen eine Abbrecherquote von 50% im ersten Semester bewirkt.

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Motivation ist alles

Auch wenn ein Bauingenieurwesen Studium ganz ohne mathematische Begabung schwierig werden würde: Es reicht in der Regel eine leicht überdurchschnittliche Begabung aus, ein Hochbegabten-Status ist für den Mathe-Anteil also nicht erforderlich.

Dass es auch immer wieder Ingenieure mit einer ausgeprägten Matheschwäche gibt (genauso wie es Schriftsteller mit Lese- und Rechtschreibstörung gibt), zeigt aber: Motivation ist alles! Wer bereit ist, sich für sein Studium reinzuhängen, wird auch ohne Mathematik-Begabung ein Bauingenieurwesen Studium bewältigen können. Viel mehr als die Begabung ist daher der Fleiß unabdingbar.

Vorbereitungskurse, freiwillige Übungen und Zusatzangebote

Die meisten Hochschulen bieten für die Zeit vor dem Beginn des ersten Semesters Vorbereitungskurse in Mathematik an. Diese sind unbedingt zu empfehlen; insbesondere wenn man keinen Mathe LK hatte oder das Abitur schon länger zurück liegt. Wenn das eigentliche Studium dann angefangen hat, sollte auch viel freiwillig und proaktiv gearbeitet werden: Die Vorlesungen sollten regelmäßig selbständig wiederholt, Übungsaufgaben angefertigt und die Zusatzangebote von Hochschule und Studierendenschaft genutzt werden. Wer diese Regeln beherzigt, braucht vor dem Mathe Anteil im Studium keine Angst zu haben.

Was dich sonst noch im Bauingenieurwesen Studium erwartet, findest du hier.

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