Ranking – Welche Uni ist die beste?

Das Ranking der unterschiedlichen Universitäten und Fachhochschulen ist vor allem für zukünftige Studenten im Bauingenieurwesen Studium interessant. Schließlich ist die Qualität von Lehre und Forschung an der Hochschule für viele interessierte Studenten ein wichtiges Auswahlkriterium. Die beste Uni ist eben gerade gut genug. Aber auch bereits eingeschriebene Studenten interessieren sich oftmals dafür, wie ihre Hochschule im Quervergleich mit anderen Hochschulen abschneidet. Dieser Artikel gibt daher einen Überblick über die unterschiedlichen Ranglisten der Hochschulen und welche Hochschulen meistens gut abschneiden.

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bekannte Rankings

Natürlich gibt es nicht das eine entscheidende Ranking, das universell richtig ist und deswegen alleinige Entscheidungsgrundlage sein sollte, um die beste Uni zu finden. Stattdessen gibt es in Deutschland mehrere bekannte Varianten.

Wirtschaftswoche

Die Rangliste der Wirtschaftswoche zum Beispiel ist interessant, weil sie zusammen mit Personalverantwortlichen aus der Wirtschaft erstellt wird. Und diese entscheiden später ja auch über die Einstellung der Absolventen. Es kann daher nicht schaden, die Meinung dieser Personengruppe zu berücksichtigen.

Der große Nachteil der Rangliste der Wirtschaftswoche ist allerdings, dass sie die Fachbereiche etwas zu allgemein gliedert. So ist eine Bewertung nach dem Studiengang Bauingenieurwesen gar nicht vorhanden.

Zwar schneiden die TU Berlin bei Naturwissenschaften und die RWTH Aachen beim Wirtschaftsingenieurwesen besonders gut ab. Studenten des Bauingenieurwesens bringt das aber nur eine Ahnung, wie diese Hochschulen in ihrem Studiengang abschneiden könnten. Außerdem ist der volle Zugang zu den Ergebnissen nur mit einem Premiumzugang möglich. Es müsste also Geld für das Ranking bezahlt werden.

„Times“-Ranking

 Ganz ähnlich verhält es sich beim Ranking der  „Times“. Auch bei diesem kann nicht gezielt nach einem Ranking für Hochschulen des Bauingenieurwesen Studiums gesucht werden. Dafür ist allerdings die Internationalität ganz interessant. Wer über den Tellerrand hinausschauen und eventuell eine Zeit lang im Ausland studieren möchte, sollte sich bei diesem Ranking genauer umsehen.

München, Dresden und Aachen schneiden bei den Ingenieurwissenschaften unter den deutschen Hochschulen übrigens am besten ab.

MeinProf.de Ranking

Das Ranking von MeinProf.de hält sich sogar noch allgemeiner. Hier findet nicht einmal ein Ranking nach Fachbereichen statt. Das macht eine gezielt Suche für Interessenten eines Fachbereichs nahezu unmöglich. Das Besondere an diesem Ranking ist allerdings, dass die Bewertungen von Studenten vorgenommen werden. Das ermöglicht zumindest eine alternative Perspektive der Bewertung. Ob diese Perspektive immer sinnvoll und zielführend ist, ist sicherlich eine andere Frage.

Stand heute (05/2017) befinden sich die Hochschulen Aschaffenburg, Landshut und Aachen auf den ersten Plätzen.

CHE-Hochschulranking

Unser klarer Favorit für das Ranking im Bauingenieurwesen Studium ist klar das CHE Ranking, das insgesamt 35 Fächer analysiert. Darunter auch das Bauingenieurwesen Studium. Es wird getrennt nach Universitäten und Fachhochschulen sowie nach Bachelor und Master gerankt. Das ermöglicht eine sehr konkrete und zielführende Vergleichbarkeit – nach individuellem Interesse.

Das CHE-Hochulranking bietet umfassende Selektionsmöglichkeiten. So kann jeder Interessiert die teilnehmenden Hochschulen hinsichtlich zum Beispiel folgender Kriterien bewerten lassen:

  • Anzahl der Studierenden im Bauingenieurwesen
  • allgemeine Studiensituation
  • Anteil der Abschlüsse in angemessener Zeit
  • Kontakt zur Berufspraxis
  • Forschungsgelder pro Wissenschaftler

Darüber hinaus gibt es aber zahlreiche weitere Kriterien nach denen selektiert werden kann. So kann zukünftige Student sich ein sehr gutes Bild von Forschung, Lehre, Praxisbezug und Ausstattung der Hochschulen machen.

Im Ergebnis findet kein eigentliches Ranking sondern nur eine Einschätzung zu den gewählten Kriterien statt.

Aber das Beste ist, dass der Zugang vollkommen kostenlos ist. Man kann sich einfach registrieren und losselektieren.

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München, Berlin, Aaachen und Stuttgart vorne

Bei einem Quervergleich der Rankings fällt auf, dass immer wieder die üblichen Verdächtigen vorne mit dabei sind. Die LMU in München, die TU Berlin, die RWTH Aachen und die Universität Stuttgart sind im Ranking Bauingenieurwesen Studium immer wieder vorne mit dabei.

Fazit

 Auch wenn die Ergebnisse der einzelnen Rankings immer wieder Ähnliches zu Tage fördern, sind sie doch alle sehr unterschiedlich konzipiert. Unser Favorit ist aber klar das CHE-Hochschulranking. Dieses eignet sich besonders, um sich einen guten Überblick über die Qualität der verschiedenen Hochschulen zu verschaffen und so die beste Uni für einen selbst zu finden.

4 Kommentare

  1. mich wundert, dass die Uni Stuttgart im Bauingenieurwesen immer noch gute Kritiken bekommt. Verglichen mit der Qualität der Ausbildung vor 25 Jahren hat sich da einiges dramatisch verschlechtert. Um Studienzeiten kurz und Notenspiegel hoch zu halten wurde das ganze Niveau einfach heruntergefahren. So haben selbst Abgänger mit Bestnoten in den konstruktiven Fächern große Schwierigkeiten beim Berufsstart. Kenntnisse welche man früher von Anfängern erwartet durfte muss heute der Betrieb erst aufwändig vermittelt. Wir stellen seit Jahre lieber Abgänger aus Karlsruhe, Dresden, Hannover oder Darmstadt ein. Diese Tendenz sehen auch andere renommierte Büros in Baden-Württemberg. Schade, hat Stuttgart doch sehr berühmte Büros auch mit internationaler Ausrichtung im Stadion- und Brückenbau.

    1. Danke für deinen Kommentar und vor allem deine Einsichten aus der Praxis. Solche Hinweise sind für angehende Bauingenieure natürlich Gold wert.

      Mich wundert auch, dass Stuttgart hier nicht mehr Wert drauf legt. Immerhin bin ich selbst Stuttgarter und kenne kaum eine andere Stadt in der mehr gebaut und verändert wird.

      1. Sorry für die verspätete Rückmeldung.

        Ich selbst habe mich für die Uni entschieden, weil ich mir eine wissenschaftliche Karriere offen halten wollte. Allerdings ist das heute auch nicht mehr unbedingt notwendig. Es gibt ja durchaus Werdegänge, die den Weg FH – Promotion etc. nachzeichnen.

        Ich persönlich bin der Meinung, dass eine FH in Deutschland besser auf die praktischen Anforderungen im späteren Beruf vorbereitet als die Uni.
        An der Uni wird eben doch oft abstrakt wissenschaftlich gelehrt und häufig zu wenig praxisbezogen.

        Aber auch an manchen Unis hat schon ein Umdenken eingesetzt.

        Viele Grüße

        OJay

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